Ein Weg von acht Minuten (1955)

Brissot, ein blinder alter Herr, geht jeden Tag zu seinem Stammcafé – ein Weg von acht Minuten. Vollkommen fremde Menschen vertrauen ihm ihr Schicksal und ihre Geheimnisse an. Ihm kommt dabei die passive Rolle Zuhörers zu, der allein dadurch, dass die Menschen ihm ihr Innerstes offenbaren können, ihre Sorgen und Probleme zu lösen weiß. Als er aber auf Monsieur Godard trifft, gerät er sehr bald ins Zentrum der Auseinandersetzung von dessen Tochter Isabelle. Aus seiner Rolle als distanzierter Zuhörer gedrängt, sieht er sich nun vor der Aufgabe, selber Einfluss auf Isabelles Schicksal nehmen zu müssen.

Produktionen:

SDR, Erstsendung: 27.02.1955 NWDR, Erstsendung: 10.03.1955 RTV Slovenija Ljubljana, Erstsendung: 25.10.1955 ORF Tirol, Erstsendung: 07.12.1955

Literatur:

Hagen Schäfer: Das Hörspielwerk Fred von Hoerschelmanns, Berlin 2013, S. 149-158.