Timbuktu (1955)

Seit seiner frühen Jugend hat sich der aus ärmlichen Verhältnissen stammende René Caillié das Ziel gesetzt, die sagenumwobene Stadt Timbuktu zu entdecken. Sein ganzes Leben hat er darauf ausgerichtet, umfangreiche Studien betrieben und zeitweise unter den Eingeborenen gelebt. Außer seinen Erfahrungen, dem festen Entschluss und ungebrochenen Willen verfügt er aber nicht über die finanziellen Mittel, eine Expedition ausrichten zu können. Als die Geographische Gesellschaft in Paris 1824 einen Preis für die Entdeckung und Beschreibung der Stadt Timbuktu auslobt, sieht er seine Chance gekommen.

„Im Mittelpunkt des Hörspiels steht der Mensch, der leidensfähig und gegen alle Widerstände standhaft sich die Willenskraft bewahrt, sein Lebensziel zu verwirklichen, dabei über sich hinauswächst, dem aufgrund gesellschaftlich-sozialer Vorbehalte aber die Anerkennung seiner außergewöhnlichen Leistung verwehrt wird.“ (Schäfer 2013, S. 298)

Produktion:

RIAS, Erstsendung: 27.07.1955

Literatur:

Hagen Schäfer: Das Hörspielwerk Fred von Hoerschelmanns, Berlin 2013, S. 297-302.