Was sollen wir denn tun? (1950)

Aus seiner urchristlichen Überzeugung heraus will Leo Tolstoi sein Erbe nicht Frau und Kindern, sondern der Menschheit zueignen, so wie er selbst, mit Blick auf die sozialen Missstände der russischen Bauern, auf jeglichen Reichtum verzichtet und in den ärmlichen Verhältnissen der einfachen Bevölkerung zu leben versucht. Lediglich seine Lieblingstochter Alexandra, weiht er in seine testamentarische Verfügung ein. Sie soll mit dem Erlös seiner Werke der Familie das Gut abkaufen und das ganze Land den Bauern übergeben, unentgeltlich, und für alle Zeiten, als ihr Eigentum. Sophie, seine Frau, ist von der Sorge getrieben, wie nach seinem Tod die Zukunft der Familie finanziell gesichert sein wird. Tolstoi fasst den Entschluss, sich ihres Einflusses zu entziehen.

Produktion (Hörspiel):

SWF, Erstsendung: 07.03.1950

Produktion (Fernsehspiel):

NWRV, Erstsendung: 05. 01. 1961

Literatur:

Hagen Schäfer: Das Hörspielwerk Fred von Hoerschelmanns, Berlin 2013, S. 293-297.